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Platzspitzbaby

Meine Mutter, ihre Drogen und ich

Michelle Halbheers Mutter gehört der Platzspitz-Generation an; schwerst drogenabhängig vernachlässigte und gefährdete sie nicht nur sich selber, sondern auch ihr Kind. Michelle ist knapp zehn, als sich ihre Eltern scheiden lassen und sie in die Obhut ihrer heroin- und kokainabhängigen Mutter kommt. Die folgenden Jahre werden für das Mädchen derart bedrohlich, dass es nur knapp überlebt. Das Elend dringt, auch über den besorgten Vater, immer wieder nach draußen. Aber Behörden, Ärzte, Polizeibeamte und zufällig involvierte Erwachsene bleiben untätig. Als Michelle endlich über das Unfassbare spricht, ist sie bereits ein Teenager. Sie wird umplatziert. Doch der Neuanfang bei den Pflegeeltern gerät, im dort streng religiösen Umfeld, zu einer weiteren Katastrophe. Als Michelle mit sechzehn ihr Leben selbst in die Hand nimmt, weiß sie noch immer nicht, was Normalität bedeutet. Etwas anderes jedoch weiß sie ganz genau: dass sie niemals so enden will wie ihre Mutter. Mit großer Willensanstrengung setzte sie in den folgenden Jahren um, was viele andere Kinder aus Drogenfamilien leider nicht schaffen: Sie machte eine Ausbildung – und sie blieb suchtfrei. Mit ihrem Buch will Michelle allen »vergessenen Kindern«, die auch heute noch zu Tausenden in Suchtfamilien aufwachsen müssen, eine Stimme geben. Ihre.

Die gebundene Originalausgabe ist 2013 erschienen und diente als Inspiration für den Film »Platzspitzbaby«.

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Michelle Halbheer

Michelle Halbheer wuchs bei einer schwer drogenabhängigen Mutter auf, die Ende der Achtzigerjahre auf dem Zürcher Platzspitz verkehrte, der als »Needle Park« traurige internationale Berühmtheit erlangte. Dass ihr Buch, das über 40‘000 Leser erreichte, nun als Inspiration für den im Januar 2020 erschienenen Kinofilm »PLATZSPITZBABY« diente, berührt sie tief. Der Film gibt nicht eins zu eins Michelles Geschichte wider, sondern spiegelt das Schicksal vergessener Kinder und wird – das ist ihre große Hoffnung – dazu beitragen, dass mehr hin- und weniger weggeschaut wird. Michelle Halbheer sagt: »Christiane F. wurde ihr Sohn weggenommen. Ein Glück, das viele andere Kinder leider nicht haben.«

Franziska K. Müller

Franziska K. Müller ist selbständige Journalistin und Autorin. Für Wörterseh hat sie bereits zahlreiche Bestseller geschrieben, darunter »Heimatlos«, »Leben!«, »Mutanfall«, »Martha, du nervst!« und »für immer«. Als der Verlag sie anfragte, ob sie ein Buch über eine junge Frau schreiben wolle, die bei einer schwer drogensüchtigen Mutter aufgewachsen ist, sagte sie in Erinnerung an die furchtbaren Zustände auf dem Platzspitz und nach einer ersten Begegnung mit Michelle Halbheer zu und tauchte in den folgenden Monaten in deren Leben und in die tabuisierten Zustände eines Universums ein, in dem es viele stille Mitwisser gab. Franziska K. Müller lebt und arbeitet in Zürich und Wien und hat für Menschen, die ihre Lebensgeschichten schriftlich festhalten möchten, das Angebot www.privatbiografie.ch geschaffen.
Bestseller Platz

#1

Erste Auflage

2019

Seiten

224

Format

12,5 x 19 cm

Autor(in)

Franziska K. Müller

Medium / ISBN

Gebunden mit Schutzumschlag 978-3-03763-035-8, Taschenbuch 978-3-03763-304-5, E-Book (EPUB) 978-3-03763-542-1