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Expedition Antarctica

484 Tage bis ans Ende der Welt

»Lieber bei der Verwirklichung eines Traums sterben als kurz vor dessen Verwirklichung scheitern«, das schrieb Evelyne Binsack am 23. Dezember 2007 in ihr Tagebuch, setzte den Stift ab und kurz darauf nochmals an: »Es ist«, schrieb sie weiter, »als übernähme eine andere Kraft das Zepter.« Kurz vor ihrem großen Ziel fühlte sich Evelyne Binsack am Ende ihrer Kräfte. Die letzten tausend Kilometer zu Fuß durch die Kälte und die Stürme der Antarktis setzten ihr zu. Dass sie am eisig kalten Ende der Welt ankam, verdankte sie vor allem ihren mentalen Kräften. Aber auch ihrer Flexibilität, Ausdauer und Demut.

484 Tage zuvor war sie gestartet. Im Berner Oberland. Mit dem Fahrrad. Die 27 000 Kilometer lange Strecke bis zum Südpol führte sie durch sechzehn Länder, durch Europa, Nordamerika, Südamerika und die Antarktis. Auf dem Fahrrad bis zum Südzipfel Südamerikas begegnete sie der atemberaubenden Schönheit unserer Erde mit all ihren Launen, musste aber auch mit Dieben und aggressiven Hunden fertig werden. Nicht lange, da machte sie große Bögen ums Dickicht der Städte und übernachtete in Verstecken. Sie lernte, auf ihre Instinkte zu achten, und fand in der Wildnis eine Heimat.

Markus Maeder hat die Tagebuchaufzeichnungen und die angeregten Gespräche mit Evelyne Binsack zu einem Buch zusammengefügt, das uns mit der Tatsache konfrontiert, dass unser Wille eine Kraft ist, die wir viel zu oft unterschätzen. Ein Buch, das aufzeigt, wie der Glaube an uns selbst und die Machbarkeit der Dinge Berge versetzen kann.

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Evelyne Binsack

Evelyne Binsack, geb. 1967, verstand schon früh, dass es für das Überleben in der Steilwand essenziell ist, die Gesetze der Natur zu respektieren und die physischen sowie mentalen Fähigkeiten unermüdlich zu trainieren. 1991 absolvierte sie als eine der ersten Frauen Europas die Ausbildung zur diplomierten Bergführerin und bestieg zehn Jahre später als erste Schweizerin den Mount Everest. Im September 2006 startete sie vor ihrer Haustür Richtung Südpol, den sie nach 484 Tagen erreichte. Und dies mit dem Fahrrad, zu Fuß, mit Ski und mit Schlitten. Aber erst 2017 erfüllte sich ihr lang gehegter Traum, auch noch den dritten Pol, den Nordpol, aus eigener Muskelkraft zu erreichen. Bisher sind zwei Bücher über die Extremsportlerin erschienen: »Schritte an der Grenze« sowie »Expedition Antarctica«. Evelyne Binsack, die im Berner Oberland lebt, arbeitet als Bergführerin, ist als gefragte Referentin zu Themen wie Risikomanagement, Zielverwirklichung und Selbstführung unterwegs und hält auch immer wieder Vorträge über ihre Vorhaben und ihr Leben – über ihre Passion.

Markus Maeder

Der Ghostwriter Markus Maeder, geb. 1945, hat für den Wörterseh Verlag bereits das Buch «Expedition Antarctica – 484 Tage bis ans Ende der Welt» von Evelyne Binsack aufgezeichnet und als Autor das Buch «Vom Herzchirurgen zum Fernfahrer – Der Spurwechsel des Dr. med. Markus Studer» geschrieben. Als er die Textsammlung von Werner Bruni in den Händen hielt, wusste er sofort, dass er sich dieser Vorlage annehmen wollte. Markus Maeder hielt sich beim Umarbeiten von Werner Brunis Manuskript eng an dessen Wortwahl und Duktus. Entstanden ist, schwarz auf weiss, die sehr bunte Lebensgeschichte eines Menschen, der alles Glück und Pech der Welt auf sich vereint. Markus Maeder lebt in der Nähe von Zürich.
Erste Auflage

2008

Seiten

252

Format

13,5 x 21,2 cm

Autor(in)

Markus Maeder

Medium / ISBN

Gebunden mit Schutzumschlag 978-3-03763-517-9, E-Book (EPUB) 978-3-03763-517-9